
Das besondere am ENSA-Programm ist, dass Partnerschaften/Kooperationen nicht nur finanziell unterstützt werden, sondern eine qualifizierende pädagogische Begleitung im Vorfeld und in der Nachbearbeitung der Schulbegegnung erfahren.
Inhaltliche Begleitung der ENSA-Begegnungen
Die pädagogische Begleitung durch ENSA umfasst Qualifizierung und Vernetzung im Rahmen einer sogenannten Planungskonferenz mit Teilnehmenden aller geförderten Begegnungen, die Durchführung eines jeweils dreitägigen Vor- und Nachbereitungsseminars sowie zusätzliche inhaltliche Begleitung/Coaching durch qualifizierte ENSA-Seminarleiter_innen.
Die Vor- und Nachbereitungsseminare und die Begleitung/das Coaching werden von je zwei ENSA-Seminarleiter_innen durchgeführt. Diese Seminarleiter_innen stammen aus verschiedenen Nichtregierungsorganisationen (NRO) sowie dem ASA-Programm. Sie verfügen über umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Vor- und Nachbereitung von Jugend- und Erwachsenenbegegnungen in und mit Entwicklungs- und Transformationsländern.
Wenn Sie als antragstellende NRO über qualifizierte Seminarleiter_innen verfügen bzw. Seminarleiter_innen/Trainer_innen kennen, von denen Sie gerne pädagogisch begleitet werden würden, können sich diese Personen bei ENSA als Seminarleiter_innen bewerben. Sofern diese Seminarleiter_innen das von ENSA definierte Qualifikationsprofil besitzen, befürworten wir ein sogenanntes “Tandemmodell”, d.h. ein/e Seminarleiter_in stammt aus dem ENSA-Pool, ein/e Seminarleiter_in aus der antragstellenden NRO. Andernfalls stammen beide Seminarleiter_innen aus dem ENSA-Pool.
Bitte beachten Sie, dass die pädagogische Begleitung durch ENSA lediglich eine Ergänzung der von Schulen und NRO zu leistenden eigenen Vor- und Nachbereitung darstellt. Das heißt, dass Sie bei der Antragstellung bereits über ein eigenes Konzept der Vor- und Nachbereitung verfügen sollten, welches durch ENSA ergänzt bzw. erweitert wird. Vor diesem Hintergrund werden die Seminare jeweils auf Ihre spezifische Partnerschaft sowie Begegnungsreise zugeschnitten und die Inhalte mit Ihnen abgestimmt.
ENSA-Zyklus / Programmablauf 2011
Im Frühjahr:
- Dreitägiges Train-the-Trainer-Seminar für ENSA-Seminarleiter_innen
Auf diesem Seminar werden ENSA-Seminarleiter_innen zu den Themen der pädagogischen Begleitung im ENSA-Programm weitergebildet. Das TTT wird voraussichtlich Anfang Februar 2011 stattfinden.
- Dreitägige Planungskonferenz
Hier lernen sich Schulvertreter_innen (Antragsteller_innen und/oder begleitende Lehrer_innen und/oder Schüler_innen) und ENSA-Seminarleiter_innen kennen und planen gemeinsam das Vorbereitungsseminar. In den Workshops arbeiten die Gruppen an der Vorbereitung der Begegnung und der Didaktik zu Themen wie Teamarbeit & Konfliktlösung, inter-/transkulturelles Lernen und entwicklungspoltische Bildung. Darüber hinaus dient die Planungskonferenz als Austausch- und Vernetzungsplattform, in der Synergien geschaffen und “best practices” geteilt werden. Die ENSA-Planungskonferenz wird voraussichtlich Anfang März stattfinden.
- Zusätzlich findet pro Schulgruppe ein dreitägiges Vorbereitungsseminar statt.
Dieses wird gemeinsam von ENSA-Seminarleiter_innen und NRO durchgeführt. Im Vorbereitungsseminar geht es neben der konkreten inhaltlichen Vorbereitung auf die Begegnungsreise vor allem um ein inter-/transkulturelles Lernen auf Augenhöhe, um Teamarbeit und Konfliktlösung und einen ersten Einstieg in entwicklungspolitische Themen: Übungen zu nonverbaler Kommunikation und Teambuildung stehen auf dem Programm, aber auch die Erwartungen und Ängste der Teinehmer_innen werden diskutiert. Darüber hinaus gibt es ganz praktische Tipps zur weiteren Reiseplanung. Die Schüler_innen und ihre Begleiter_innen lernen in den Vorbereitungsseminaren Grundlagen von Teamarbeit kennen, entwickeln gemeinsam Strategien zum Umgang mit Konflikten, werden durch Rollenspiele und Diskussionen für kulturelle Vielfalt und inter-/transkulturelle Kommunikation sensibilisiert und werden damit auch auf ihre zukünftige Tätigkeit als Multiplikator_innen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung vorbereitet.
Die von ENSA 2011 geförderten Schulbegegnungen können zwischen drei Terminen wählen.
Vorbereitungsseminar (ein Termin von drei Möglichkeiten):
1. Termin: Freitag 25.03. bis Sonntag 27.03.2011
2. Termin: Freitag 06.05. bis Sonntag 08.05.2011
3. Termin: Freitag 24.06. bis Sonntag 26.06.2011
Falls diese Termine für Sie nicht einzurichten sind, kontaktieren Sie bitte die ENSA-Geschäftsstelle.
Im Sommer bis Herbst:
In dieser Zeitspanne finden der Austausch und die Begegnung der Schüler_innen und Begleitpersonen statt. Schulgruppen aus Entwicklungs- und Transformationsländern kommen nach Deutschland (Incoming) und Schulgruppen aus Deutschland reisen in die Länder Ihrer Partnerschulen in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa (Outgoing).
Im Herbst bis Winter:
Nach der Begegnungsreise wird ein dreitägiges Nachbereitungsseminar für Schulgruppen durchgeführt. Während des Nachbereitungsseminars werden die Erlebnisse der Teilnehmenden aufgefangen, diskutiert und theoretisch eingebettet, Eindrücke werden szenisch dargestellt, mögliche Konflikte offen diskutiert. Welche Erfahrungen haben die Schüler_innen gesammelt? Was hat sich für sie verändert? Und was wollen sie in Zukunft verändern? Im Mittelpunkt der Nachbereitungsseminare stehen noch einmal der Perspektivwechsel und die Reflexion der vielfältigen Erfahrungen.
Darüber hinaus werden Aktivitäten und Handlungsmöglichkeiten zur Tätigkeiten als Multiplikator_in einer Bildung für nachhaltige Entwicklung und für ein langfristiges Engagement entwickelt. Auch hier können die von ENSA 2011 geförderten Schulen zwischen drei Terminen wählen.
Nachbereitungsseminare (ein Termin von drei Möglichkeiten):
1. Termin: Freitag 16.09. bis Sonntag 18.09.2011
2. Termin: Freitag 30.09. bis Sonntag 02.10.2011
3. Termin: Freitag 11.11. bis Sonntag 13.11.2011
Falls diese Termine für Sie nicht einzurichten sind, kontaktieren Sie bitte die ENSA-Geschäftsstelle.
Das ENSA-Programm unterstützt Schulen und NRO auch außerhalb der Seminare. Die ENSA-Seminarleiter_innen stehen für inhaltliche Rückfragen zur pädagogischen Begleitung mit einem begleitenden „Coaching“ das ganze Jahr zur Verfügung.
ENSA-Seminare sind prozessorientiert und partizipativ
Oberstes Ziel von ENSA ist es, die Gestaltungskompetenz der Schüler_innen zu fördern und sie darin zu unterstützen, sich als Multiplikator_innen für eine global nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Neben der Begegnung selbst spielt die professionelle pädagogische Begleitung bei ENSA daher eine zentrale Rolle.
ENSA-Seminare sind vor allem partizipativ – die Planung und Durchführung der Seminare orientiert sich an den Bedürfnissen, Erfahrungen und am Kenntnisstand der Schüler_innen und ihrer Begleitpersonen. Nur so kann jede Begegnungsreise individuell vor- und nachbereitet werden. Darüber hinaus werden die Teilnehmenden aktiv in die Planung und Durchführung der Seminare einbezogen.
Im Mittelpunkt steht außerdem vor allem der Lernprozess als solcher: Die Lerninhalte bleiben selbst in Bewegung und entwickeln sich weiter, verändern sich gar, wenn dies der Wunsch der Teilnehmenden ist. Damit wird der Lernprozess aktiv gestaltet und werden die Jugendlichen in ihrer Gestaltungskompetenz gefördert, um sie letztlich auch dazu zu motivieren, sich längerfristig in dem Bereich zu engagieren.
Bitte beachten Sie, dass die pädagogische Begleitung durch ENSA ihre eigene schulinterne Vor- und Nachbereitung der Reise nicht ersetzen, sondern ergänzen soll. Die Inhalte der Seminare werden von den ENSA-Seminarleiter_innen auf ihre jeweiligen schulspezifischen Vorerfahrungen individuell angepasst.
Welche Voraussetzungen Ihre Bewerbung beim ENSA-Programm erfüllen muss, damit Ihr Förderantrag gefördert wird, erfahren Sie unter Teilnahme und Bewerbung.