Lernen Eine Welt zu sehen

ENSA präsentiert sich auf der UNESCO Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung

März 2009: Halbzeit zur UN Dekade “Bildung für Nachhaltige Entwicklung” – Zeit, um zurückzublicken und sich über die bisher gemachten Erfahrungen auszutauschen, neue Ideen zu entwickeln und Projekte im Bereich des Globalen Lernens weiterzudenken. Dazu kommen vom 31. März bis zum 2. April 2009 VertreterInnen verschiedenster Organisationen aus aller Welt  zur UNESCO Weltkonferenz nach Bonn. Mit dabei: ENSA, das entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm.

Fragen aufwerfen, gemeinsam diskutieren

ENSA wurde 2005 ins Leben gerufen und fördert seither Jahr für Jahr Begegnungen zwischen Schulgruppen aus Deutschland und den Partnern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa. Auf der UNESCO Weltkonferenz Ende März stellt es sich nun gemeinsam mit dem Orientierungsrahmen „Globale Entwicklung“ und dem Chat der Welten als deutscher Beitrag vor. Zusammen mit VertreterInnen aus Südafrika, Chile und der Europäischen Union wird in einem Workshop der Frage nachgegangen, wie sich nachhaltige Entwicklung in den Lehrplänen der Schulen stärker verankern lässt. Welche Erfahrungen wurden bisher gemacht? Wo gibt es Hindernisse, wo Erfolge zu verzeichnen? ENSA will diese Fragen gemeinsam mit allen Interessierten und Beteiligten diskutieren.

Globales Lernen hat schließlich viele Gesichter – ebenso viele, wie die von ENSA begleiteten Projekte. Egal ob Hauptschule, Gymnasium oder Berufsschule, ein Projekt in Argentinien oder den Philippinen, Tansania oder hier in Deutschland – jede Begegnung ist einzigartig, betrachtet ein Thema aus einem anderen Blickwinkel und stellt die Beteiligten vor neue Herausforderungen. Auch ENSA selbst lernt immer wieder neue Aspekte kennen, durch die das Programm ständig weiterentwickelt werden kann.

Globales Lernen – ganz konkret

Doch welche Erfahrungen machen SchülerInnen und LehrerInnen in den Projekten eigentlich konkret? Was bedeutet „Begegnung auf Augenhöhe“ ganz praktisch? Auch darüber werden von ENSA begleitete Projekte auf der UNESCO Konferenz aus erster Hand berichten.
So wird sich etwa die bereits seit Jahren bestehende Partnerschaft zwischen der Staatlichen Gewerbeschule 6 in Hamburg und Handwerksschulen in Mosambik in Bonn vorstellen. HandwerksschülerInnen beider Länder entwickeln gemeinsame Arbeitsprojekte, begegnen sich in Deutschland und Mosambik und gewinnen über den intensiven Austausch ein reges Interesse füreinander. Ziel dabei: entwicklungspolitische Inhalte am Beispiel konkreter Kontakte erfahrbar machen. Darüber hinaus finden sich die Erfahrungen der Partnerschaft auch im Lehrplan der Schule wieder.
Die UNESCO Schule des Schillergymnasiums aus Münster wird ebenfalls an der Konferenz teilnehmen. Vorgestellt wird das Internetprojekt solarnet-international.org – eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung von SchülerInnen verschiedener Länder, die sich weltweit für Umwelt- und soziale Projekte einsetzen. Das Gymnasium selbst engagiert sich in einer Partnerschaft  mit der Schulgemeinde im namibischen Baumgartsbrunn Auch hier fließen die Erfahrungen des Austauschs in den Unterricht der Schule ein. Bildung für nachhaltige Entwicklung eben.

ENSA: Schnittstelle zwischen Schulen, NROs und Institutionen

Bereits im Vorfeld zur offiziellen UN Konferenz werden 150 VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen aus mehr als 30 zu einem Kongress zusammenkommen. Unter dem Titel „Global Learning, weltwärts and beyond“ wird es dabei um die Weiterentwicklung des Globalen Lernens unter besonderer Berücksichtigung des weltwärts-Programms gehen. ENSA wird auch an diesem Dialog teilnehmen und gemeinsam mit einem Lehrer und einem Südpartner eines geförderten Projekts die gemachten Erfahrungen einbringen – aus dem Süd-Nord-Austausch selbst und der Einbindung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung im schulischen Umfeld.

Mehr Informationen zur UN Dekade “Bildung für Nachhaltige Entwicklung” finden Sie hier.